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„Das Verklingen des Tones in die Stille: erst was danach passiert, ist die eigentliche Musik: das Echo im Hirn des Hörers, der Synapsen-Nachhall."

Smiling man with glasses and dark curly hair wearing a black buttoned shirt and black pants, sitting against a metallic door with bolt details.

Jochen Neurath, Jahrgang 1968, studierte Komposition in Berlin und Hamburg und lebt und arbeitet als freischaffender Komponist, Arrangeur und Musiker in Bamberg. 2022 erhielt er den Berganza-Preis, 2025 den Kultur-Förderpreis der Stadt Bamberg.

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Fotografie: Astrid Ackermann / Künstlerische Bearbeitung: Paula Härtel

Portrait

Jochen Neurath komponiert Neue Musik mit stetem Blick auf die klassische Tradition – für Orchester, Ensemble, Solo und als Performance. Seine Musik basiert auf der Stille. Jeder Klang wird intensiv daraufhin befragt, welche Vergangenheiten er mit aufruft, und wie diese das aktuelle Erleben verändern.

Dabei geht es Neurath weniger um die große Geste als um genaues Hinhören. Seine musikalischen Mittel sind oft reduziert und immer klar disponiert. Sprache und der Bezug zur Literatur spielen eine wichtige Rolle – nicht nur als Text für Vertonungen, sondern in der Vermittlung zwischen den klanglichen Qualitäten von Sprache und der Sprachähnlichkeit von Musik.

Im Zentrum seiner Arbeit steht die Überzeugung: „Musik ist immer Kommunikation.“ Neurath möchte zeitgenössische Musik auf hohem Niveau entwickeln und zugleich die Distanz zu einem breiteren Publikum überwinden: Musik, die herausfordert und neue Sichtweisen eröffnet, indem sie Hörer direkt anspricht.

Seit 2020 bündelt sich ein Teil dieser Suche im Projekt-Ensemble nonoise, in dem Laien und professionelle Musiker zusammenarbeiten. In dieser Arbeit mit unterschiedlichen Besetzungen sind Performance-Kompositionen entstanden, die Musik, Sprache, den Raum und die mitwirkenden Menschen in oft überraschende Zusammenhänge bringen.

Termine

„Es ist der Mensch, der die Musik ausführt, seine Energie, seine Spannung, seine Sicht auf die Welt und auf die Partitur, die eine Ausführung ausmachen – viel mehr als das, was physisch erklingt.“

Man with glasses and dark shirt leaning on an open grand piano, smiling with his reflection visible on the piano lid.
Fotografie: Astrid Ackermann
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Kontakt

Smiling man wearing round glasses and dressed in black shirt, pants, and shoes sits on outdoor stone steps with one arm resting on his knee.
Fotografie: Astrid Ackermann

„Die Flüchtigkeit der Musik, wie jeder Zeitkunst, einerseits. Die Sehnsucht, den Moment festzuhalten, andererseits. In diesem Widerstreit entsteht etwas, das wir Schönheit nennen können.“

Triptych image of a man wearing a black shirt and pants standing among lush green ferns and flowering plants on a stone pathway; the man appears facing front in the left panel, walking away in the middle, and the right panel shows the surrounding garden without the man.
Fotografie: Astrid Ackermann / Künstlerische Bearbeitung: Paula Härtel